Meine Fotoausrüstung

Für alle Fotografie-Interessierten gebe ich hier mal einen Einblick in meine Fotoausrüstung. Ich betone, dass es sich bei den Texten zu jedem Ausrüstungsgegenstand um meine ganz eigene, subjektive Meinung handelt, die auf meiner eigenen Erfahrung als Landschaftsfotograf mit dem Equipment basiert.
Da ich grundsätzlich nur im RAW-Modus fotografiere, beziehen sich auch alle Angaben wie Rauschverhalten und Dynamikumfang auf ein RAW-Post-Processing und nicht auf einen etwaigen kamerainternen JPEG-Ausgabeprozess.

Kameras

Canon EOS 600D

Die Canon EOS 600D habe ich mir im Frühjahr 2012 als Nachfolger meines Arbeitstieres, der Canon EOS 350D, zugelegt. Die 600D hab ich immer dabei und sie leistet einen fantastischen Job. Sie ist leicht und liegt, wenn man keine sehr großen Hände hat, auch schon ohne Batteriegriff gut in der Hand. Mit schweren oder langen Objektiven wird sie allerdings etwas "kopflastig", aber das passiert einem früher oder später auch bei schwereren DSLR-Bodys. Die Bildqualität ist für den relativ niedrigen Anschaffungspreis über jeden Zweifel erhaben. Die Sensorauflösung von knapp 18 Megapixel bietet jede Menge Reserven für größere Fotoabzüge und Prints. Bis ISO 400 ist das Rauschen wirklich sehr annehmbar gering, insbesondere mit aktivierter Rauschminderung im RAW-Post-Processing. Der in den RAW-Dateien enthaltene Dynamikumfang ist groß und insbesondere gegenüber der 6 Jahre älteren EOS 350D deutlich größer. Er übertrifft sogar den Dynamikumfang der RAW-Dateien meiner EOS 5D Mark II, was aber auch nicht so sehr verwundert, da die 5D Mark II auch schon gute 5 Jahre auf dem Markt ist.

Fazit: Die ideale "Immer-dabei-Spiegelreflex-Kamera", leicht und kompakt

Pro

  • leicht
  • gute Bildqualität
  • sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis

Contra

  • Body "nur" aus Plastik (dennoch gut verarbeitet!)
  • verhältnismäßig kurze Akkulaufzeit
Canon EOS 5D Mark II

Das Arbeitsfeld meiner Canon EOS 5D Mark II beginnt da, wo meine EOS 600D an ihre Grenzen kommt. Das überragend gute Rauschverhalten bei höheren ISO-Werten zahlt sich insbesondere bei der Dämmerungs- und der Nachtfotografie als deutlicher Vorteil gegenüber der EOS 600D aus. Auch bietet sie mit ca. 21 Megapixeln noch mal etwas mehr Auflösung. Bei ISO 100 und vielleicht noch 200 sieht man zwischen der 600D und der 5D Mark II noch keinen wirklichen Unterschied. Aber spätestens ab ISO 400 wird der Unterschied sichtbar und nimmt mit höheren ISO-Werten immer weiter zu. Natürlich bin ich, zum Erreichen einer maximalen Bildqualität, immer bestrebt, mit so niedrigem ISO-Wert wie möglich zu fotografieren. Aber manchmal ist das einfach nicht möglich. Bei gewissen Aufnahmesituationen benötigt man einen höheren ISO-Wert, wie z.B. bei der Fotografie des Sternenhimmels und der Milchstraße. Auch bei Schnellschüssen aus der Hand, wenn keine große Zeit mehr ist, ein Stativ aufzubauen und auszurichten, ist das sehr gute Rauschverhalten der EOS 5D Mark II ein großer Vorteil. Man hat einfach die Chance, eine tolle Lichtsituation oder einen einzigartigen Moment auch aus der Hand noch verwacklungsfrei zu fotografieren, weil man relativ problemlos auch auf ISO 1600 (kurze Verschlusszeiten!) gehen kann und das Bild dann nicht total verrauscht ist.

Fazit: Das kompromisslose Profi-Arbeitstier des Landschaftsfotografen

Pro

  • überragendes Rauschverhalten
  • sehr gute Bildqualität
  • tolle Haptik und Bedienbarkeit

Contra

  • relativ schwer
  • der hohe Preis ;-)

Objektive

Canon EF 17-40mm f/4.0 L USM

Für mich als Landschaftsfotograf ist der Brennweitenbereich, den das Canon EF 17-40mm f/4.0 L USM bietet, ein sehr häufig genutzter Bereich. Es kommt daher also schon mal in den engeren Bereich der Objektivwahl. Ich habe ein paar Jahre lang mit dem Kit-Objektiv EF-S 18-55mm an der 350D fotografiert. Dieses Objektiv hat einige Nachteile, die mich mit der Zeit dann doch etwas genervt haben. Ein Nachteil ist die Tatsache, dass sich die Frontlinse mit dem Filtergewinde beim Fokussieren mitdreht. Die Verwendung eines Polfilters, den ich häufig nutze, wird somit erschwert. Ich wollte also ein Objektiv, wo sich beim Fokussieren der Filter nicht mitdreht. Das EF 17-40 L hat diese Eigenschaft. Des Weiteren war der Fokusmotor am Kit-Objektiv relativ langsam und das Objektiv erzeugte unter bestimmten Lichtsituationen teils sehr starke chromatische Aberrationen. Beides Punkte, die es zu verbessern galt. Das EF 17-40 L hat einen schnellen sog. Ultraschallmotor (USM), der sehr leise ist und treffsicher fokussieren kann. Auch chromatische Aberrationen treten durch das besseres Glas und audwändigere Linsenvergütung deutlich geringer in Erscheinung als am EF-S 18-55mm Kit-Objektiv. Die Bauweise des EF 17-40mm mit Metall ist darüberhinaus deutlich wertiger und stabiler als die Vollplastik-Bauweise des EF-S 18-55mm, das im Vergleich schon eher wie eine billige Plastikklapperkiste wirkt.
Von der Abbildungsqualität her hat mich das EF 17-40 L sowohl am Vollformatsensor der EOS 5D Mark II als auch am APS-C-Sensor der EOS 600D voll überzeugt, sofern man leicht abblendet, z.B. auf f/5.0 und die 17mm am Vollformatsensor vermeidet. Offenblendig offenbaren sich am Vollformatsensor dann doch deutliche Schwächen in Sachen Schärfe, die zusammen mit der kleinsten Brennweite von 17mm in den Bildecken sehr deutlich werden. Bei 17mm und Offenblende von f/4.0 sind die Bildecken am Vollformatsensor einfach nur matschig. Dazu muss aber gesagt werden, dass 17mm Brennweite am Vollformatsensor schon im absoluten Superweitwinkel-Bereich liegen und das erreichen einer bis in die Bildecken hohen Schärfe mit Zoom-Objektiven ein konstrukionstechnisch schwieriges Unterfangen ist. Bei so extremen Brennweiten wird man entweder mit Abstrichen in Sachen Bildschärfe leben müssen oder man gibt deutlich mehr Geld aus für aufwändigere Linsenkonstruktionen oder gar Superweitwinkel-Festbrennweiten. Auf jeden Fall wird es aber deutlich teurer als die knapp 700€, mit denen das EF 17-40 L zu Buche schlägt.
Am APS-C-Sensor wie ihn z.B. die EOS 600D hat, gibt es aber kaum Probleme, da nur der innere Bereich des Bildkreises genutzt wird und dieser durch Ausnutzung der inneren Linsenbereiche eine höhere Bildqualität bietet. (Nutzung des sog. "Sweet Spot")

Fazit: Das "Immer-drauf-Objektiv" an der Vollformat-Kamera oder APS-C-Format-Kamera für den ambitionierten Landschaftsfotografen

Pro

  • bereits offenblendig schon gute Schärfe am APS-C-Sensor, abgeblendet dann sehr scharf
  • solide Bauweise aus Metall, hohe Fertigungsqualität
  • geringe Verzeichnung bei 17mm an APS-C-Sensoren
  • relativ günstiger Preis für ein L-Objektiv
  • schneller und leiser USM-Autofokus

Contra

  • am Vollformatsensor Offenblendig relativ matschig in den Ecken und bei Brennweiten unter 24mm
  • Frontlinsen-Tubus verschiebt sich beim Zoomen, dadurch kann leichter Staub und Dreck ins innere des Objektivs eindringen
  • bei 17mm starke Verzeichnung am Vollformat-Sensor, ab 20mm jedoch deutlich besseres Verhalten

Weitere Objektive folgen...

Filter und Zubehör

Kommt bzw. muss ich noch schreiben :-)